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Erntedank und Deutsche Einheit: Feiern am 3. Oktober

Christlicher Erntedankbrauch seit dem 3. Jahrhundert nachweisbar

Der 3. Oktober vereint in diesem Jahr den Tag der deutschen Einheit mit dem Erntedankfest. In vielen Kirchen wird der feierliche Gottesdienst in beiden Anliegen gefeiert. Traditionell errichten die Gläubigen in den Kirchen einen besonders geschmückten „Erntedankaltar“ mit Obst, Gemüse, Brot und anderen Produkten.

Erntedankaltäre wie dieser werden am kommenden Sonntag wieder in Kirchen zu sehen sein – ein uralter Brauch, der bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. nachweisbar ist. Foto: Norbert Staudt/pde

Am Erntedankfest danken Christen Gott für die Schöpfung und zeigen, dass sie sich ihrer Abhängigkeit von der Natur bewusst sind. Oft wird an diesem Tag auch der Gedanke des Umwelt- und Naturschutzes thematisiert. Auch findet das Anliegen der weltweiten Solidarität angesichts schwindender Ressourcen und verbreiteter Nahrungsmittel- und Wasserknappheit seinen Widerhall in vielen Texten. Aus dieser Motivation heraus spenden viele Kirchengemeinden die Produkte des Erntedankschmucks nach dem Gottesdienst beispielsweise an die Tafeln, die die Lebensmittel an Bedürftige verteilen.

Der christliche Erntedankbrauch hat Vorbilder in der Bibel. Das Alte Testament berichtet vom Wochenfest, bei dem der Ernte der ersten Feldfrüchte gedacht wurde, und vom Laubhüttenfest, das an die herbstliche Obst- und Weinlese erinnert. Das christliche Erntedankfest ist seit dem 3. Jahrhundert nachweisbar, allerdings weltweit an unterschiedlichen Terminen, was auch an unterschiedlichen Vegetationszyklen liegt. 1972 gab die Deutsche Bischofskonferenz dem Erntedankfest einen festen Termin im Kirchenjahr. In diesem Jahr fällt der Erntedanksonntag auf den 3. Oktober, ist jedoch im liturgischen Jahreskalender nicht verpflichtend.

Da der Eichstätter Dom weiterhin wegen Bauarbeiten gesperrt ist, wird das Kapitelsamt um 9.30 Uhr in der benachbarten Schutzengelkirche gefeiert. Die Jugendkantorei am Eichstätter Dom unter der Leitung von Domkapellmeister Manfred Faig singt das „Kyrie“ aus der „Missa fidem cantemus“ von Christian Heiß (geb. 1967), ein „Agnus Dei“ von Pierangelo Valtinoni (geb. 1959) sowie das „Cantate Domino“ von Nancy Hill Cobb (geb. 1951). An der Orgel spielt Domorganist Martin Bernreuther. Unter anderem erklingt der „Marche triomphale“ von Sigfrid Karg-Elert.

Quelle
pde
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