Jung und AktivSport

Doppelte Osterüberraschung für Sophia Schrödel

Nach drei weiteren Rennerfolgen nationale Sichtung in Frankfurt an der Oder

Eichstätt/Chemnitz. – Am vergangenen Dienstag kam die Bestätigung, dass Radsportlerin Sophia Schrödel vom SV Marienstein nun auch im nationalen Ranking der Nachwuchsfahrerinnen U17 auf Platz drei geführt wird. Ausschlaggebend war ein Radrennen am Osterwochenende in Chemnitz (5. Platz) und ein weiteres südlich von Stuttgart (2. Platz). Nun geht es bereits an diesem Wochenende zu einem Bundessichtungsrennen nach Frankfurt/Oder.

Bei Wind und Wetter: Wer erfolgreich sein möchte, muss auch beißen können – so wie Sophia Schrödel (Mitte, schwarzes Trikot) beim „Schneerennen“ im Allgäu, bei dem sie bei der Siegerehrung (Foto unten) auf Platz zwei kam. Fotos: oh
Gleiches Rennen: Siegerehrung, Namen im Text

Die Ereignisse überschlagen sich schon fast für die junge Ausdauersportlerin. 2021 erst in das Renngeschehen eingestiegen, Ende des Jahres noch für den Bayernkader eingeladen und nun nach dem ersten Rennen mit Sieg in Nürnberg Ende März (wir berichteten), steht bereits eine dreitägige Sichtung auf der Bahn in Brandenburg an. Dazwischen liegen drei gute Platzierung Mitte April in Schweinlang im Allgäu sowie zwei weitere am Karsamstag am Sachsenring und am Ostermontag in Schönaich.

Schrödel und Gaimersheimer Valentin Kraus erfolgreich

„Mir, mir ist saukalt!“, viel mehr konnte das erst fünfzehnjährige Nachwuchstalent nach dem harten Rennen „21. Allgäuer Straßenpreis“ bei zwei Grad und Schneefall nicht mehr sagen. Zuvor hatte sie sich hinter Antonia Betzinger, RSV Irschenberg über 37 sehr wellige Kilometer und einen steilen Schlussanstieg den zweiten Platz in der weiblichen Jugend U17 erkämpft. Dritte wurde Paula Gloning vom ERTL Augsburg. Ein weiterer Erfolg für einen Sportler in der Region: Valentin Kraus vom TSV Gaimersheim holte sich hier den Sieg bei den Schülern U15.

Am Karsamstag ging es dann zum „78. Internationalen Radrennen rund um den Sachsenring“, Schrödels erstem Bundessichtungsrennen. Auf acht Runden des sehr bergigen Kurses über insgesamt 28 Kilometer, der sonst als Autorennstrecke fungiert, konnte Schrödel mit einer sechsköpfigen Gruppe ausreißen. Diese machte dann auch die Platzierungen im Endspurt unter sich aus. An der steilen Rampe entschied Messane Bräutigam vom RSV Rheinzabern das Rennen vor Betzinger und Tina Rücker (RSV Osterweddingen) für sich. Schrödel wurde gute Fünfte. „Dass ich auf nationaler Ebene bereits unter den Top Ten so gut mitfahren kann, hätte ich mir nicht träumen lassen“, lautete diesmal ihr positives Fazit.

Nach nur einem Tag Pause startete die SMV-Sportlerin dann bereits wieder hochmotiviert beim 46. Radrennen des RSC Schönaich. Das „Sachsenrennen“ schien sie komplett weggesteckt zu haben. Wieder ging es um ein Rundstreckenrennen, diesmal über insgesamt sechzig Kilometer, 1.000 Höhenmeter und einen Schlussanstieg mit 14 Prozent Steigung. Bei diesmal schönstem Wetter und zahlreichen Zuschauern musste Schrödel nur hinter der ein Jahr älteren Joelle Messemer vom RSC Linden (Kaiserslautern) über die Ziellinie fahren und platzierte sich sogar vor der Deutschen Vizemeisterin von 2021, Leni Bauer vom RSV Stuttgart-Vaihingen. Im Feld der Frauen erreichte hier zudem auch Maria Marb Platz 15, deren Heimatverein der RS Kipfenberg ist.

Nächstes Ziel: DOSB-Eliteschule des Sports

Kurze, aber bisher steile Karriere: Am Sachsenring bei Chemnitz machte Sophia Schrödel (rechts) erstmals bei einer nationalen Sichtung auf sich aufmerksam. Fotos: oh

Noch ist es viel zu früh, Prognosen über die weitere Karriere im Sattel der jungen Eichstätterin abzugeben. Ihr schulisches Ziel ist zunächst die Bertolt-Brecht-Schule in Nürnberg, eine DOSB-Eliteschule des Sports, auch mit Schwerpunkt Radsport und Triathlon. Dies wäre sicher ein weiterer Schritt, um künftig in die Fußstapfen ihrer regionalen Vorbilder Anna Knauer und Ricarda Bauernfeind zu treten. Die nun 22-jährige Bauernfeind, die als Jungprofi im Team Canyon-Sram Generation am 18. April beim Gran Prix Féminin de Chambéry den vierten Platz belegte, ist wie Schrödel ebenfalls in Rebdorf bei Eichstätt zu Hause. Mit ihr hat das neue SVM-Talent auch schon Trainingsrunden absolviert.

Zunächste gilt es für sie aber nun, sich noch im Trikot der Blau-Weißen vom SV Marienstein bei der Sichtung an diesem Wochenende in Frankfurt an der Oder weitere Sporen zu verdienen.

Erstes Kriterium 2022, erster Sieg: SVM-Nachwuchstalent siegt in Nürnberg

Quelle
SV Marienstein
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