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„Es ist sicher auch ein Landkreisbewusstsein entstanden“

Altlandrat Anton Knapp im Interview über 50 Jahre Landkreis Eichstätt

Eichstätt. – Zwölf Jahre stand er selbst an der Spitze des Landkreises Eichstätt: Bis 2020 war der Gaimersheimer Anton Knapp Landrat des Kreises, dessen Gründung er schon vor 50 Jahren als junger JU-Politiker verfolgt hat, wie er auch im Interview verrät. Im Interview mit Ei-live zieht er Bilanz über 50 Jahre und blickt auf die Stärken und Herausforderungen seiner Heimat.

„Es ist sicher auch ein Landkreisbewusstsein entstanden“, sagt Altlandrat Anton Knapp. Fotos: Landkreis Eichstätt

Ei-Live: Es ist 50 Jahre, dass Konrad Regler mit viel Hartnäckigkeit den Landkreis Eichstätt in seiner heutigen Form mit aus der Taufe gehoben hat – gegen viele Widerstände. War es in dieser Form die richtige Entscheidung oder ist der Landkreis zu groß und Eichstätt als zentral gelegene Kreisstadt zu klein?
Knapp: Man muss sicher in der Nachbetrachtung mit Fug und Recht feststellen, dass die Gebietsreform in unserer Region richtig konzipiert ist, dass wir in der Mitte ein starkes Oberzentrum haben mit Ingolstadt und an sich drei gleichwertige Landkreise um dieses Oberzentrum situiert sind, die sich auch nach der Landkreisreform gut entwickelt haben. Was unseren Landkreis auszeichnet – und das ist ein Verdienst von Konrad Regler: Es ist sicher auch ein Landkreisbewusstsein entstanden, von Westen bis zum Osten. Ich mache es immer daran fest, dass wir einer der wenigen Landkreise sind, die ein einheitliches KfZ-Kennzeichen haben. Und das ist eine Marke, die man sicher bewahren sollte.

Sie waren ja damals beim Entscheidungsprozess nicht aktiv involviert…
Beim Entscheidungsprozess war ich noch nicht dabei. Aber ich habe das natürlich schon aus dem Blickwinkel der Jungen Union schon intensiv verfolgt. Es war ja damals in meiner Heimatgemeinde Gaimersheim die Frage, ob wir nach Ingolstadt eingemeindet werden sollen oder eben eine andere Perspektive.

Wie war damals Ihre Meinung?
Wir waren uns in Gaimersheim, denke ich, damals alle einig, dass für uns eine Eingemeindung die schlechteste Lösung wäre. Manche haben dann gesagt: ,Das kleinere Übel ist, nach Eichstätt zu gehen. Aber ich glaube, dass sich der Markt Gaimersheim als zweitgrößte Gemeinde im Landkreis auch gut etabliert hat.

Unumstritten war das Ganze ja trotzdem nicht – ganz im Gegenteil. Man hat ja auch Gebiete aus anderen Regionen herausgelöst – zum Beispiel Eichstätt oder die Gegend um Titting aus Mittelfranken, Beilngries aus der Oberpfalz. Wie haben Sie diese Konflikte erlebt?
Wir waren natürlich irgendwo immer schon ein Stück weit Grenzgebiet. Wenn ich das in meiner Heimatgemeinde anschaue: Lippertshofen war schon mittelfränkisch, hat vorher schon zum früheren Landkreis Eichstätt gehört. Gaimersheim war Oberbayern, hat praktisch diese Struktur an dieser Nahtstelle immer gehabt. Aber wichtig sind ja so die Verflechtungen, die sich darstellen. Und das ist in der Gebietsreform schon abgebildet worden: Wo gehen die Ströme hin – einerseits in die Mittelzentren wie Eichstätt, andererseits auch in das Oberzentrum nach Ingolstadt. Diese Verflechtungen haben sich durch die Grenzziehungen, die man damals vorgenommen hat, eigentlich mehr oder weniger bestätigt.

Diese Orientierungen zum Beispiel nach Ingolstadt hat man heute in Pförring, Lenting und so weiter heute ja auch noch?
Ja, das stimmt.

Ist aus diesem Schmelztiegel der Kulturen und Dialekte zwischen den bayerischen Regierungsbezirken und bayerischen Regionen Bayern, Franken, der Oberpfalz und Schwaben, das ja auch noch so ein wenig im Südwesten „hereinschwappt“, ein wenig eine Einheit geworden?
Das ist nach wie vor spannend, weil diese Akzente in der sprachlichen Auslegung noch da sind. Ich habe mich immer so amüsiert, wenn unser jetziger Kreisheimatpfleger Dominik Harrer aufgetreten ist und zum Beispiel in Bereichen das Landkreises wie in Kinding, da kann ich mich erinnern, war. Da war das schon schwieriger, dass sie ihn verstanden haben. Aber so etwas gleicht sich denke ich im Laufe der Zeit an. Und es ist ja auch ein Privileg, dass wir, was die Regierungsbezirke angeht, mit Ausnahme von Unterfranken und Oberfranken alles als Nachbarschaft haben in unserem Landkreis.

Hat sich aus Ihrer Sicht eine gemeinsame Identität entwickelt, und wenn ja, worin besteht sie?
Die Identität ist natürlich schon geprägt vom Bewusstsein einer Landschaft und eines Donau-Altmühl-Raumes. Ich glaube, dass die Menschen bei uns das schon schätzen, dass sie einerseits sich natürlich auch definieren über die starke Wirtschaftsleistung dieses Raumes. Das haben wir ja immer wieder in den Daten: dass zum Beispiel die Arbeitslosigkeit die niedrigste in Deutschland ist. Also ich wenn als Landrat irgendwo auf Tagungen war, dann haben meine Kollegen den Landkreis Eichstätt immer damit identifiziert. Andererseits haben wir natürlich den ganz großen Arbeitgeber Audi, der natürlich auch weltweit, wenn man unterwegs ist, ein klarer Kristallisationspunkt ist. Und auch, wenn man sich Eigentumsbildung und Sparquote anschaut, dann steht da Landkreis Eichstätt da auch immer ganz gut da. Bis hin zu einer niedrigen Kriminalitätsquote. Das sind alles Faktoren, die schon im Bewusstsein der Bevölkerung verankert sind und diesen Raum lebens- und liebenswert machen.

Schöne, und auch ein gutes Stück blühende Landschaften – so sieht Altlandrat Anton Knapp den Landkreis Eichstätt – hier beim Tag der offenen Gartentür 2010.

Dennoch gibt es sicher auch die Brüche und Bruchlinien – nicht nur, was den Dialekt angeht, sondern auch wirtschaftliche Unterschiede: Sie haben Audi und den Speckgürtel um Ingolstadt angesprochen, der wirtschaftlich stark war und den Landkreis vielleicht auch die ersten Jahre lebenswert gemacht hat. Inzwischen hat er sich insgesamt entwickelt. Im Südosten haben wir die Industrie und industrienahe Dienstleistungen, im Norden und Nordwesen haben wir eher Landwirtschaft und Tourismus – also doch eine ganz unterschiedliche Prägung.
Mir war immer ein Anliegen in der Kommunalpolitik, sowohl als Bürgermeister, als auch später als Landrat, dass wir wohnortnah Arbeits- und Ausbildungsplätze bieten. Da muss man schon sagen: Da gibt es viele Schätze bei uns inzwischen. Wenn man sich zum Beispiel die Gewerbegebiete wie zum Beispiel in Eichstätt oder Haunstetten bei Kinding, wenn man sich Beilngries anschaut oder Pollenfeld-Preith oder das Gewerbegebiet in Gaimersheim oder den Interpark in Kösching und im Pförringer und Altmannsteiner Raum. Ich persönlich hätte mir da vielleicht manche Entwicklungen noch gewünscht. Es hätte sich auch manches noch vertragen. Aber man muss auch ehrlich sagen: Die Landesplanung hat da gewisse Grenzen: Das Thema Anbindegebot ist für mich immer noch ein rotes Tuch und hat in manchen Bereichen, wo es notwendig wäre, vielleicht noch nicht diese Entwicklungsperspektive geöffnet. Andererseits, Sie haben es angesprochen, ist der Tourismus in weiten Teilen des Landkreises ein ganz wichtiger Wirtschaftsfaktor. Und wir dürfen auch nicht die ganzen Institutionen wie die Kirche oder die Universität in Eichstätt vergessen. Wenn man schaut, welche Impulse da für so einen Landkreis und Wirtschaftsraum ausgehen, ist schon beachtlich und beeindruckt. Ich muss sagen, dieses Gefühl, das da herrscht, das man jetzt auch beim Dies Academicus an der Universität wahrgenommen hat, macht richtig Freude.

Spüren Sie da Aufbruchsstimmung?
Ja. Und um noch einmal zur Wirtschaft zu kommen: Wenn man einmal schaut, was aus den einzelnen Gewerbegebieten hinausgeht in die ganze Welt an Produkten, ist das schon beeindruckend. Man muss da manchmal schon genau hinschauen, dass man das auch wahrnimmt. Der einzelne Bürger sieht das oft gar nicht. Es ist interessant, wie sich die Unternehmen da spezialisiert haben, ihren Marktbereich gefunden haben und Produkte herstellen, die oft gar nicht so groß oder ungewöhnlich sind, aber eine unheimliche Bedeutung auf dem Weltmarkt haben und auch technologisch sehr weit vorne sind. Das ist für mich schon ein ermutigendes Zeichen. Sicher wird es immer wieder neue Herausforderungen bringen. Da muss man sicher auch in der Zukunft die Rahmenbedingungen dafür haben und schaffen, damit die Unternehmen auch da bleiben. Da gehört vieles dazu. Ich habe immer gesagt: Wichtig ist, dass die eigenen Unternehmen sich auch entwickeln können – sprich: die Vorhaltung von Gewerbeflächen ist da ein Anliegen.

Das ist ja auch in der aktuellen Wirtschaftsstrukturanalyse ein Thema – ebenso der Mangel an Fachkräften. 
Ja, der Fachkräftemangel ist heute ein zweites Thema. Da ist ja inzwischen in allen Bereichen schön langsam spürbar, dass uns die Menschen total ausgehen. Wenn ich gestern die Berichterstattung im Fernsehen gesehen habe, dass Bäder geschlossen haben, weil es keine Bademeister oder Badefachkräfte gibt. Aber vielleicht müssen wir da auch ein wenig nachdenken, ob wir nicht unsere Standards alle ein bisschen zu hoch setzen. Ob wir nicht manchmal auch sagen müssten, dass wir, um diese wichtigen und notwendigen Aufgaben zu erledigen, da wieder auf ein normales Maß gehen. Ich habe das bei der Erzieherausbildung gesehen: Früher haben wir in der Gemeinde die eingestellt, die aus der Fachakademie aus Eichstätt gekommen sind. Die hatten eine dreijährige Ausbildung und waren aus meiner Sicht top ausgebildet.

Ich habe sogar diesen Absolventinnen die Leitung eines neuen Kindergartens sogar anvertraut und habe da nie schlechte Erfahrungen gemacht. Dann ist die Ausbildung auf fünf Jahre gesetzt worden. Ich habe da immer die Meinung vertreten: Drei Jahre wären in Ordnung und man sollte dann vielleicht Module draufsetzen, wenn jemand dann größere oder speziellere Einrichtungen führt, zum Beispiel mit behinderten Kindern und anderes. Dann kann man ja noch einmal ein halbes Jahr oder ein Jahr weiter qualifizieren. Das macht uns glaube ich in der Zukunft Probleme. Auch wenn ich die Bademeister Ausbildung sehe: Wir haben unsere damals bei Herrn Hartmann in Mantlach ganz unscheinbar in einem Bungalow ausbilden lassen, in einem Seminarraum in Dorfwirtshaus. Da sind die im Winter hingegangen und ausgebildet worden vom Bauhof und haben dann unser Freibad managen können. Heute geht ohne dreijährige Ausbildung und ohne Meisterausbildung nichts mehr. Da wundern wir uns dann, warum uns die Fachkräfte ausgehen, wenn dann vieles teurer wird und zu lange dauert.

Weil es zu bürokratisch und damit teurer wird?
Ja, weil es teurer ist und vor allem einfach zu lange dauert und dann auch oft die Attraktivität nicht mehr hat.

Wo sind sie noch Herausforderungen für den Landkreis zu mehr Identität oder Entwicklungsperspektiven? Wo sollte da aus Ihrer Sicht noch etwas passieren?
Um die Identität zu stärken, ist es glaube ich immer wünschenswert, dass man die Menschen im Landkreis in irgendeiner Art und Weise und in verschiedenen Facetten zusammenführt. Da ist das kulturelle Angebot wichtig. Wenn die Leute aus dem Landkreis zum Beispiel in die Kreisstadt Eichstätt kommen, weil dort Veranstaltungen stattfinden, oder nach Beilngries, Gaimersheim, nach Pförring oder Kösching kommen zum Beispiel, dann schweißt das einfach zusammen. Darum muss dieses Angebot neben all den harten Faktoren schon auch stimmen. Auch das touristische Angebot muss man selbst immer wieder ins Bewusstsein drücken. Ich habe es mir selbst heute auf der Fahrt wieder gedacht: Wenn man sich diese tolle Landschaft anschaut – was hat man da eigentlich für ein Bedürfnis, woanders hinzufahren? Man findet bei uns alles. Das muss man den Menschen auch im Gespräch vermitteln. Wenn ich in Gaimersheim viel zu Fuß unterwegs bin, komme ich mit vielen Menschen ins Gespräch und unterhalte mich immer wieder auch über diese Schönheiten, die ich beim Durchqueren des Landkreises Eichstätt, früher natürlich vor allem dienstlich, aufgesogen habe und schwärme da auch davon. Ich kann mich an Tage erinnern, an denen ich den Landkreis viermal von Ost nach West abgefahren bin, weil einfach ein Termin den anderen gejagt hat. Da habe ich das zu verschiedenen Jahreszeiten wahrgenommen – sowohl das Altmühltal, als auch das Anlautertal oder das Schambachtal bei Altmanstein oder eben das Donautal – das sind einfach Reize.

Landrat sein, wo andere Urlaub machen?
Ja, das hat schon seinen Reiz.

Mit Sorge blickt Knapp auf die Gesundheitsversorgung in der Fläche, hält die Entscheidung in der Agenda 2030 zur Standortfrage der Kliniken im Kreistag aber für richtig – hier spricht er – hier bei einem Gesundheitstag in Eichstätt 2009.

Dennoch gibt es natürlich auch Irritationen etwa bei der Standortfrage der Kliniken, wo natürlich lokale Interessen eine Rolle spielen. Wie haben Sie die Diskussion und Entscheidung erlebt?
Ich habe mich da nicht direkt eingemischt, sondern das Ganze eher aus den Medien verfolgt, muss aber sagen, dass das schon eine sehr gute und konstruktive Herangehensweise an dieses schwierige Thema war. Und ich habe auch eine hohe Achtung vor der Entscheidung des Kreistags, die ja doch nach Vorlage viele Fakten und Abwägung dieser ganzen Gesichtspunkte doch mit großem Einvernehmen getroffen wurde. Wobei man immer wieder sagen muss, dass natürlich hier das Hauptproblem in der Bundespolitik begründet ist: dieser wahnsinnige Kosten Druck, der da erzeugt wird. Ich persönlich bin nach wie vor der Meinung, dass wir eigentlich schon eine Krankenhausstruktur bräuchten, die breit abgesichert ist – auch im Hinblick auf Redundanzen. Ich selbst komme ja mit jahrzehntelanger Erfahrung aus dem Katastrophenschutz, aus der Feuerwehr. Man bedauert das immer wieder, wenn dann die Notsituationen entstehen.

Ich glaube, in einer älter werdenden Gesellschaft bräuchte man schon eine breite Absicherung, auch wenn das vielleicht in einem Netzwerk passieren muss. Ich persönlich habe immer noch stärker die Hoffnung, dass die Stadt Ingolstadt und das Klinikum begreifen, dass sie hier im Landkreis Eichstätt mit Eichstätt und Kösching zwei Partner und den anderen Landkreisen eben andere Partner haben. Es ist klar, dass man sicher nicht in jedem Krankenhaus alles machen muss. Dass man sich entscheiden muss, ein Krankenhaus zur Akutklinik zu machen und das andere mehr in einer anderen Spezialisierung ausrichtet, das ist ja jetzt zumindest einmal auf den Weg gebracht, wird aber auch kein einfacher Prozess sein. Da ist vieles abhängig von den Rahmenbedingungen, die die Bundespolitik vor gibt. Und die sind aus meiner Sicht schwierig.

Wir waren 2018 bei der Bundeskanzlerin Merkel, alle Landräte in Bayern, auch beim damaligen Finanzminister Scholz als heutigen Bundeskanzler, bei Gesundheitsminister Spahn und beim Gesundheitsausschuss im Deutschen Bundestag. Da war auch Herr Lauterbach dabei. Aber wir sind frustriert nach Hause gefahren – und zwar alle Landrätinnen und Landräte aus Bayern, weil sie uns gesagt haben: Was sind Kreiskrankenhäuser mit 150 oder 180 Betten? Die haben alle in Größenordnungen mit 400, 500 Betten aufwärts gedacht. Aber ob das die Lösung ist? Ich glaube das nicht. Sicher, für spezialisierte Dinge oder schwere Krankheitsbilder braucht man das. Aber nicht jeder kommt ja mit schwersten Erkrankungen in den Krankenhaus. Gerade wenn man an ältere Menschen denkt, gibt es in solchen Lebensphasen Bedürfnisse in der Inneren Medizin oder in der Chirurgie. Und wenn das dort kleiner ist, ist das einfach überschaubarer. Meine Schwiegermutter ist 100 geworden und war vor Kurzem in der Klinik Kösching. Das ist einfach eine ganz andere Dimension für sie, als wenn sie in ein großes Krankenhaus größeres Krankenhaus müsste. Ich muss sagen, ich habe auch in der eigenen Familie mit Kösching und Eichstätt immer positive Erfahrungen gemacht, obwohl wir auch vor dem Klinikum Ingolstadt liegen.

Eine weitere Herausforderung ist ja der Umbruch der sich in der Schlüsselbranche Automobilindustrie vollzieht – auch für die Region. Laut Wirtschaftsstrukturanalyse ist der Landkreis Eichstätt hier gar nicht so abhängig wie man vielleicht gedacht hätte – die Region natürlich schon. Wie sehen Sie diesen Wandel?
Da kommt es natürlich immer darauf an, wie diese Anpassungsprozesse in Großunternehmen verlaufen. Man weiß ja auch, wie die ticken. Ich war kürzlich beim Tag der offenen Tür des digitalen Gründerzentrums in Ingolstadt – das hat mich interessiert.

Das Brigk.
Ja, genau. Da ist an diesem Nachmittag auch die Frage diskutiert worden, wie wichtig Gründer auch im Hinblick auf Großunternehmen sind. Die haben im Grunde schon den Kern getroffen: Einer dieser Referenten hat Großunternehmen verglichen mit einem Organismus, der sich dann abriegelt, wie wenn ein Virus von außen kommt. Also da ist erst einmal keine Veränderungsbereitschaft da. Das ist eine Gefahr. Darum kann man nur wünschen, dass die Verantwortlichen dort immer rechtzeitig die Notwendigkeiten der Zeit erkennen und das entsprechend im eigenen Unternehmen auch umsetzen und auch selbst anstoßen. Das kann man von außen aus meiner Sicht schwierig steuern. Man muss natürlich ein Klima schaffen, in dem zum Beispiel auch diese Gründerszene da ist und vielleicht auch Großunternehmen befruchtet. Das wäre wichtig, und da wird auch einiges getan, denke ich.

Wenn sie es kurz zusammenfassen – was macht denn Landkreis Eichstätt aus, wie würden Sie das beschreiben? Was ist der Charme des Landkreises?
Der Charme des Landkreises ist natürlich eine tolle, herrliche Landschaft. Für mich ist es aber auch diese wirtschaftliche Prosperität und auch die Lebensart der Menschen: Leben und leben lassen. Dass macht den Landkreis und seine Bewohner aus.

Interview: Stephan Zengerle

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