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Gleich geht’s los: VfB Eichstätt will gegen Bamberg ersten Schritt zum Aufstieg machen

Eichstätter wollen mit Sieg gegen FC Eintracht Bamberg den ersten wichtigen Schritt zum Wiederaufstieg in die Regionalliga gehen

Eichstätt. – Bereits heute Abend geht es los: Dann startet für den VfB Eichstätt die Relegation zur Regionalliga Bayern. Um 18.30 Uhr empfängt der VfB im Liqui-Moly-Stadion den FC Eintracht Bamberg. Das zweite Aufstiegsspiel bestreiten die Grünweißen am kommenden Freitag beim TSV Buchbach (19 Uhr), während sich am Dienstag, 28. Mai, dann abschließend Bamberg und Buchbach gegenüberstehen. Zumindest die beiden besten der drei Mannschaften spielen in der kommenden Saison in der Regionalliga Bayern.

Später Jubel? Durch den überraschenden Sprung auf Platz zwei am Wochenende steht der VfB Eichstätt doch noch in der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga und hat gute Chancen, wieder in die höchste bayerische Spielklasse zurückzukehren. Ein wichtiger Schritt wäre heute Abend ein Sieg gegen Bamberg. Fotos: Traub

Daran haben vor dem letzten Spieltag in der Bayernliga Nord wohl nur die kühnsten Optimisten geglaubt: dass der VfB Eichstätt doch noch auf den zweiten Tabellenplatz klettern würde. Voraussetzung war hierfür eine Niederlage von Eltersdorf bei Fortuna Regensburg und natürlich ein Auswärtssieg des VfB beim bereits feststehenden Absteiger aus Donaustauf am Samstag.

Aber unverhofft kommt zwar nicht immer sprichwörtlich „oft“, aber eben doch „selten“. Das Zittern hatte am Samstag nach 98 Minuten ein Ende, als der Unparteiische den 1:0-Sieg von Fortuna Regensburg mit dem Abpfiff bestätigte, während der VfB Eichstätt sein Spiel beim SV Donaustauf schon eine gefühlte Ewigkeit mit 8:2 gewonnen hatte. Respekt vor der Leistung der Fortuna, die jetzt über die Relegation versuchen muss, die Klasse zu halten. Es stimmt also: Der VfB darf noch zweimal auf den Aufstieg spielen. Pfingstsonntag und Pfingstmontag Pause beziehungsweise Training und am Dienstag soll oder muss zum Heimspiel alles passen. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren und auch die Würstl sind bestellt. Und am heutigen Abend ist es so weit: Es geht um den Aufstieg.

Torschützenkönig: Ein absoluter Erfolgsgarant für den VfB ist und bleibt in dieser Saison Lucas Schraufstetter. Durch seine Treffer in Donaustauf holte er sich die Torjägerkanone der Bayernliga Nord.

Der FC Eintracht Bamberg hat es ebenfalls sehr spannend gemacht, wobei der Abstiegskampf in der Regionalliga Bayern ohnehin recht dramatisch verlief. Bis zur 90. Minute war Bamberg abgestiegen, ehe Felix Popp doch noch der 2:1Siegtreffer gegen den FC Bayern München II gelang. Es brachen alle Dämme und die Euphorie ist in Bamberg groß. Der „Star“ in Bamberg ist die Mannschaft. Trainer Jan Gernlein hat eine tolle Arbeit geleistet und das Unmögliche doch möglich gemacht.

Aber das trifft auch auf den VfB zu. Denn wer hat nach dem Abstieg und dem Abgang von 17 Spielern gedacht, dass der VfB mit seinem neuen Trainer Dominic Rühl, Co-Trainer Florian Grau und Torwarttrainer Norbert Scheuerer eine solche herausragende Saison in der Bayernliga Nord spielen können würde? Hinzu kam das große Verletzungspech nach der Winterpause. Selbst ein Lucas Schraufstetter musste fünf Partien verletzt passen. Dennoch wurde der „Sechser“ mit 21 Toren nun Torschützenkönig in der Bayernliga Nord. Jonas Halbmeyer fiel komplett aus, und auch unser Mittelstürmer Timo Meixner musste die komplette Rückrunde pausieren.

Was jetzt kommt, will man im Eichstätter Lager genießen. Denn hier ist man sich ohnehin nach der Verabschiedung von sieben Spielern beim letzten Heimspiel gegen Neumarkt nicht so ganz sicher, ob man es erentu mit der Herausforderung Regionalliga aufnehmen möchte: ob man eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen kann, die nicht sofort wieder im Abstiegskampf stünde, und ob man die hohen Auflagen mit ihren finanziellen Risiken erneut stemmen möchte. Dennoch: Wenn man es sportlich schaffen kann, will man es jetzt auch wissen. Vielelicht wächst die junge Mannschaft ja nicht nur in den Aufstiegsspielen gegen Bamberg und in Buchbach über sich hinaus, sondern anschließend auch in der Regionalliga. Es soll heute Abend ein Fußballfest werden.

8:2 und Torjägerkanone für Schraufstetter

Schon zur Winterpause war der „Rückzug“ des SV Donaustauf angekündigt worden, aber dennoch wurde die Saison noch ordentlich zu Ende gespielt. Der VfB ging das Spiel auch sehr konzentriert an und das Trainerteam vertraute unverändert der zuletzt erfolgreichen Mannschaft.

Schnell wurde deutlich, dass der Sieger nur VfB heißen würde. Nach 23 Spielminuten stand es bereits 0:3, und mit einem lupenreinen Hattrick erhöhte Lucas Schraufstetter sein Trefferkonto bereits auf sensationelle 19 Treffer. Plötzlich war der Mittelfeldspieler des VfB mittendrin im Kampf um die Torjägerkrone in der Bayernliga Nord. Und wohlgemerkt, als eigentlich ehemals defensiver Mittelfeldakteur – der sich aber in dieser Saison gewandelt hat.

Zuletzt gegen den ASV Neumarkt schon mit einem Doppelpack erfolgreich, schnürte auch Winterneuzugang Timo Weglehner einen weiteren doppelten Torerfolg: In der 29. und 34. Minute erhöhte er auf 5:0. Mit seinem elften Saisontor erhöhte Pascal Schittler nach 55 Minuten bereits auf 6:0. Ein gewisser „Schlendrian“ ermöglichte den Gastgebern durch Rejan Kryezi zwei Tore zum 2:6 aus Sicht der Heimelf (57./73.). Es lief schon die Schlussphase (1 Gelbe Karte).

Zu diesem Zeitpunkt war zwar das Spiel entschieden, aber einige Kilometer entfernt im nördlichen Regensburg lag Eltersdorf immer noch mit 0:1 zurück. Und – im Kampf um die Torjägerkanone gab es einen „erbitterten“ Dreikampf. Selim Mjaki 19 Treffer, Fabian Ziegler 19 Treffer und Lucas Schraufstetter 19 Treffer.

In der 83. Minute schlug „Luggi“, wie Schraufstetter im Eichstätter Lager auch genannt wird, erneut zu und erhöhte auf 7:2. Und um sicherzugehen, netzte er in der 89. Minute auch noch zum 8:2, seinem fünften Treffer im Spiel, ein. Der Jubel kannte nach einigem Warten keine Grenzen, Aufstiegsrelegation und Torjägerkrone für Lucas Schraufstetter.

VfB: Böhm (46. Sauernheimer), Mayer (58. Fiedler), Zimmermann (36. Herger), L. Eberle, Wolfsteiner, Fries (69. Fazlji), Leipold (58. Chr. Hollinger), Schraufstetter, Schittler, Weglehner

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