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3:3 in Abtswind: VfB helfen wohl nur zwei Siege im Kampf um Platz zwei

Eichstätter Bayernligist rettet nach 1:3 noch einen Punkt, verliert im Kampf um Platz zwei aber am Boden

Eichstätt. – Ein sehr unterhaltsames Spiel sahen 160 Zuschauer in der Kräuter-Mix-Arena von Abtswind zwischen dem heimischen TSV und dem VfB Eichstätt. Der VfB lag zur Halbzeit schon mit 1:3 im Rückstand, doch mit toller Moral gelang in der Nachspielzeit doch noch der 3:3-Ausgleich. Doch das Unentschieden tut im Aufstiegsrennen weh: Denn im Fernduell mit dem direkten Konkurrenten SC Eltersdorf verlieren die Eichstätter zwei wichtige Punkte.

Ein absoluter Erfolgsgarant für den VfB ist und bleibt in dieser Saison Lucas Schraufstetter. In Abstwind erzielte der Mittelfeldspieler bereits seine Treffer 15 und 16 und steht damit auf Platz drei der Torjägerliste der Bayernliga Nord. Fotos: Traub

Vielleicht lag es daran, dass sich jener SC Eltersdorf am Vortag glücklich mit 2:1 bei der DJK Ammerthal durchgesetzt hatte – denn der Siegtreffer fiel durch einen äußerst strittigen Handelfmeter erst drei Minuten vor dem Schlusspfiff. So wartete der VfB vergebens auf einen Punktverlust der Eltersdorfer und durfte sich beim Tabellensechsten selbst keinen Ausrutscher leisten.

Überraschender Pausenstand

Die Eichstätter legten daher auch los wie die sprichwörtliche „Feuerwehr“ und vergaben gleich mit dem ersten Angriff eine Großchance. Im Gegenzug brachte ein individueller Fehler allerdings TSV-Spieler Antonius Cosar in Position, und schon führten die Gastgeber mit 1:0 (02.) Die schnelle Antwort des VfB folgte allerdings schon in der siebten Minute: Pascal Schittler setzt sich am linken Flügel durch, seine Hereingabe leitet Fabian Eberle weiter auf Lucas Schraufstetter, der locker zum 1:1-Ausgleich einschieben kann. Die Vorteile lagen nun eindeutig beim VfB, der sich mehrere sehr gute Chancen erspielte. Die größte davon vergab Schittler, als er nur den Innenpfosten traf. Der Ball kullerte danach auch noch die Torlinie entlang, wurde aber von den Gastgebern noch geklärt.

Eigentlich deutete nichts darauf hin, dass die Heimelf vor dem Halbzeitpfiff noch ein Tor machen könne – aber es fielen sogar noch zwei. Das kuriose 2:1 überraschte zunächst alle. Felix Lehrmann erfasste die Situation blitzschnell, als VfB-Torhüter Philipp Böhm etwas zu weit vor seinem Kasten stand. Kurz nach der Mittellinie, im linken Mittelfeld, schaltete Lehrmann schnell, überraschte Böhm, und seine Bogenlampe schlug unerreichbar zum 2:1 ein (40.). Damit aber nicht genug für den Aufstiegskandidaten aus Eichstätt: In der 45. Minute erhöhten die Gastgeber durch Triandafil Ceraj sogar auf 3:1.

Zur Halbzeit musste Trainer Dominic Rühl reagieren und brachte für die angeschlagenen Nik Leipold und Fabian Eberle mit Johannes Mayer und Ferat Nitaj zwei frische Kräfte. Bald keimte dann auch Hoffnung auf, denn in der 51. Minute erzielte Leo Eberle mit einem fulminanten Freistoß den 2:3-Anschlusstreffer. Der VfB drückte nun auf den Ausgleich, was aber auch den Gastgebern Räume für Konter ermöglichte. Als Ceraj schon Böhm ausgespielt hatte, konnte das Leder gerade noch von der Torlinie gekratzt werden – es wäre wohl die Vorentscheidung gewesen.

Später Ausgleich hilft nur bedingt weiter

So aber blieb die Hoffnung auf Zählbares für die Gäste am Leben. In der Schlussphase nahm Abtswind zwar reichlich Zeit von der Uhr, aber vier Wechsel und drei Gelbe Karten summierten sich auf eine fünfminütige Nachspielzeit, und der VfB warf noch einmal alles nach vorne. Mit dem letzten Versuch hoch und weit in den Strafraum fiel das Leder dann noch einmal zur letzten Gelegenheit vor die Füße von Lucas Schraufstetter, der tatsächlich noch den 3:3-Ausgleichstreffer erzielen konnte (90+5) – der verdiente, aber glückliche Ausgleichstreffer, der dennoch die Ausgangssituation des VfB Eichstätt für die letzten Spiele nicht mehr entscheidend verbessern konnte.

Aufstellung des VfB in Abtswind: Böhm, Y. Herger, Zimmermann (66. Y. Herger), L. Eberle, Lamprecht, Fries, Schraufstetter, Schittler, Weglehner (57. Wolfsteiner), F. Eberle (46. Nitaj), Leipold (46. Mayer)

Ausgangslage für die letzten Spiele:

Die SpVgg Hankofen-Hailing, die zuletzt 1:1 bei Bayern Hof spielte, ist am kommenden Spieltag spielfrei und bestreitet ihr letztes Saisonspiel beim FC Coburg. Mit 68 Punkten kann der VfB (62) die SpVgg Hankofen-Hailing nicht mehr überholen, da der direkte Vergleich zugunsten der Niederbayern ausfällt.

Der SC Eltersdorf, 2:1 Sieger in Ammerthal, hat 64 Punkte und iwe der VfB noch zwei Partien zu bestreiten. Am kommenden Spieltag gastiert das Schlusslicht SC Feucht in Eltersdorf, und am letzten Spieltag muss Eltersdorf bei Fortuna Regensburg antreten und somit wohl schon verlieren, falls der VfB noch vorbeiziehen und den Platz zwei erreichen will, der für die Aufstiegsrelegation berechtigen würde.

Voraussetzung dafür sind für die Grünweißen natürlich zwei Siege – und zwar am kommenden Freitag im Heimspiel gegen den ASV Neumarkt und zum Saisonabschluss bei Absteiger SV Donaustauf. Denn der VfB hat aktuell 62 Punkte und der direkte Vergleich mit dem direkten Konkurreenten aus Eltersdorf (0:0 und 1:2 aus den beiden Saisonspielen gegeneinander) fällt zugunsten des SC aus. Sepp Schiebel

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