Schlagwort: Stadt Eichstätt

  • Ein wenig Leben an der Altmühlaue: Bürgerbeteiligung endet mit rund 500 Ideen

    Ein wenig Leben an der Altmühlaue: Bürgerbeteiligung endet mit rund 500 Ideen

    Eichstätt. – Es war ein kleiner Vorgeschmack auf das, was kommen könnte. Wer am gestrigen Samstagmorgen am Herzogsteg in Eichstätt vorbeischaute, traf dort auf eine kleine Gruppe von Menschen, die sich hier diesmal nicht nur zwischen den Infortafeln der Stadt zur Bürgerbeteiligung Altmühlaue tummelten, sondern auch zwischen einer mobilen Café-Bar, einem Crêpes-Stand und Liegestühlen. „Schön, dass wir gefragt wurden“, steht auf einem der letzten Ideenvorschläge, der im Rahmen der Bürgerbeteiligung Altmühlaue am Samstagmorgen eingereicht wurde. Noch einmal waren Vertreter der Stadt vor Ort, beantworteten Fragen und nahmen letzte Ideen und Anregungen zur Gestaltung des zentral gelegenen Areals an der Altmühlaue entgegen. Zwischen Crêpes und Espresso kam schon so ein ganz klein wenig das Gefühl von Belebung auf am Rande des Areals, das so lange brach gelegen hatte.

    Einen kleinen Vorgeschmack auf eine lebendige Altmühlaue gab es am Samstag zwischen Crêpes-Stand und mobiler Kaffeebar. Fotos: Zengerle

    Genug Ideen gesammelt, hieß es am sonnigen Samstagmittag. Ab jetzt beginnt die Analysephase: Noch einmal leerte Sophie Schmidt, die für die Stadt das Projekt koordiniert, gemeinsam mit Bürgermeisterin Elisabeth Gabler-Hofrichter, Stadtbaumeister Jens Schütte und Tourismusleiter Lars Bender den Briefkasten für die Ideen zur Gestaltung des Areals aus. Noch einmal sind ein paar Dutzend neue Vorschläge hinzugekommen. Rund 500 seien seit dem Start im Januar eingegangen, sagt Schmidt. „Einfach toll“, findet auch Gabler-Hofrichter. Mit so viel positivem Feedback habe man nicht gerechnet.

    Legomodell mit Piratenboot

    Besonders schön seien die mehreren Dutzend eingereichten bunt und kreativ gestalteten Entwürfe von Kindern – vor allem ein großes Lego-Modell, in dem viele Stunden Arbeit steckten, so Schmidt: Neben dem Herzogsteg seien darin ein Piratenboot, Schachspieler und andere Details dargestellt. Vielleicht ja auch einer der Favoriten für die Prämierung der besten eingereichten Kinderideen. Die ausgefallensten Vorschläge aber blieben wohl die Dinosaurierfigur, die sich eine Dame hier ans Altmühlufer wünscht oder eine Seilrutsche über die Altmühl (wir berichteten), die auch am Samstag noch einmal Thema war: Eine Bürgerin habe Bilder mitgebracht, um den Vorschlag zu veranschaulichen.

    Die letzten Ideen holten die Eichstätter Bürgermeisterin Elisabeth Gabler-Hofrichter, Stadtbaumeister Jens Schütte und Tourismuschef Lars Bender aus dem Ideenbriefkasten. Fotos: Zengerle.

    In den kommenden Wochen werden die Vorschläge noch einmal systematisch analysiert und nach verschiedenen Kriterien wie Häufigkeit der Nennung oder der Umsetzbarkeit gewichtet, erläutert Schmidt. Skaterrampen, Boule-Spielfeld, eine offene Bühne in Ammonitenform, künstlerische Elemente wie ein Mosaik und vieles mehr hätten sich die Teilnehmer bisher gewünscht. Besonders häufig seien Vorschläge zu einem Wasserspielplatz und einem direkten Zugang zur Altmühl – so viel kann Schmidt schon sagen. Und auch zur Gestaltung eines Spielplatzes für Jung und Alt seien viele Anregungen gekommen, aber auch viel diskutiert worden – etwa darüber, ob es ein großes Spielareal geben solle oder besser einzelne, kleinere Spielinseln.

    Alles sei natürlich nicht erfüllbar – die Erwartungshaltung dürfe auch nicht zu groß sein, sagen Gabler-Hofrichter und Jens Schütte. Der Wasserspielplatz mit neu angelegten Wasserläufen etwa sei hier kaum umsetzbar – unter anderem, weil die Fließgeschwindigkeit der Altmühl so niedrig sei, dass es schnell schlammig und sehr pflegeintensiv werden könne, weiß der Stadtbaumeister auch aus Gesprächen mit dem Wasserwirtschaftsamt.

    „Weniger ist mehr“

    „Weniger ist mehr“, auch das hätten sich ohnehin viele Bürger gewünscht, erzählt Schmidt: Es solle nicht zu voll werden, sondern auch naturbelassene Flächen zum Entspannen geben, so die Forderung. Eine lebendige Gastronomie aber wünschen sich die allermeisten. Auch hierfür gebe es bereits eine Handvoll guter Konzepte, sagt Lars Bender, der die Gespräche mit den Interessenten koordiniert. Darunter soll auch wieder ein Vorschlag sein, die Haifischbar auch unter diesem Namen wieder neu zu beleben. Auch kleinteilige Gastronomie wie zum Beispiel eine Beach-Bar sei denkbar. Vieles sei hier vorstellbar, sagt Bender. Als Touristiker wünscht er sich auch unbedingt einen Kiosk, an dem sich Fahrradfahrer oder Bootstouristen niederschwellig versorgen könnten. Für Letztere solle es auch ein Gestell zur kurzzeitigen Unterbringung von Kanus geben. Insgesamt aber solle es ein Ort mit Charme und Flair sein, an dem man Entspannen und „chillen“ könne, wie das Neudeutsch heißt.

    Das Ergebnis der Bürgerbeteiligung soll bald der Öffentlichkeit vorgestellt werden – voraussichtlich im Rahmen der geplanten offiziellen Eröffnung des Herzogstegs am ersten Aprilwochenende, ehe es zügig an die Umsetzung gehen soll. Wie auch immer das Ergebnis am Ende ankommen wird – einen Sieger gibt es schon: Das Bürgerbeteiligungsverfahren selbst: Es sei in dieser Form bei den Bürgern auch als Ausdruck der Demokratie sehr gut angekommen und habe sich voll bewährt, sagen Vertreter verschiedener Stadtratsfraktionen. Und wer jetzt noch eine ganz tolle Idee habe, so Schmidt, der könne die ja auch jetzt noch einreichen.

    Dinosaurier in der Altmühlaue

    Bürgerbeteiligung „Altmühlaue“: „Radler-Halbe“ in „neuer Haifischbar“ schon 2023?

  • „Alternativlose Belastung“ und „Pfahlstraßen-Zuckerl“

    „Alternativlose Belastung“ und „Pfahlstraßen-Zuckerl“

    Eichstätt. – Für die Anwohner ist sie mit vielen Sorgen verbunden, für die Stadtwerke zwar ein Großprojekt, andererseits aber auch Routine und nur ein weiterer Schritt des Innenstadtsanierungskonzepts – wenn auch ein wichtiger: Die Sanierung der Pfahlstraße in Eichstätt. Ab dem 21. März beginnen dort die Vorbereitungen, ab dem 28. März wird die Baustelle eingerichtet und eine der wichtigsten innerstädtischen Verkehrsachsen während der Baustellenzeit bis Ende 2023 weitgehend gesperrt. Der Zugang zu den Häusern und rund 30 Geschäften und Dienstleistern werde aber durchgehend möglich sein – und für die Kunden auch ein wenig „versüßt“.

    Ausgestoppt wird der Verkehr ab dem 28. März in der Eichstätter Pfahlstraße, wenn die Baustelleneinrichtung beginnt. Fotos: Zengerle

    Denn die erhalten während der Baustellenphase das „Pfahlstraßen-Zuckerl“, eine eigens gestaltete Baustellenschokolade – und zwar fair und aus dem Dritte-Welt-Laden, wie sich das für eine Fair-Trade-Stadt wie Eichstätt gehört. Und auch in das am 21. Mai geplante Kinderfest des Eichstätter Gewerbevereins ProEichstätt in der Innenstadt soll die Pfahlstraße einbezogen werden. Da liefen derzeit die Gespräche, wie das möglich sei, sagt die städtische Standortbeauftragte Beate Michel, die gemeinsam mit Sophie Schmidt, der Pressesprecherin der Stadt, auch Informationsbanner mit interessanten Fakten zur Geschichte der historischen Straße entwickelt hat.

    Der erste Bauabschnitt im Überblick: Gebaut und gesperrrt wird zwischen Residenzplatz und Spitalbrücke (links) und dem hinteren Bereich des Rathauses (Kreis rechts), wo die Stromleitungen an die Trafostation im Rathaus angeschlossen werden. Eingezeichnet sind auch die drei Mülltonnensammelplätze (in grün). Grafik: Stadtwerke Eichstätt

    Zwar noch nicht wirklich historisch, aber nicht nur für den Geschmack von Stadtwerkechef Wolfgang Brandl viel zu alt und marode sind die Versorgungsleitungen im Untergrund der Straße. Bereits im Vorfeld hatte er unter anderem bei einer Informationsveranstaltungen im Oktober gemeinsam mit Oberbürgermeister Josef Grienberger und Vertretern des Bauamtes und des Planungsbüros über die Gründe für die Sanierung informiert: Die Erdverkabelung des Stromnetzes mit sogenannten Bitumen-Verguss-Muffen etwa sei zum Teil undicht, und die Erdgasleitungen stammten größtenteils noch aus den 50er- und 60er-Jahren und hätten etwa durch Senkungen massive Schäden, hatte er anschaulich mit Fotos erläutert. Aber auch oberirdisch weise der Straßenbelag zahlreiche Schäden wie Senkungen auf, in denen das Wasser stehe, hatte Stadtbaumeister Jens Schütte erklärt.

    „Letztlich alternativlosen Belastung“

    Weiter abzuwarten, sei fahrlässig und könne letztlich zu einer „noch viel teureren Katastrophe“ führen, so Brandl. So kommt es nun zu einer „letztlich alternativlosen Belastung“ für die Bürger, wie alle Beteiligten auch gestern im Rahmen einer Pressekonferenz zum Baustart noch einmal erklärten und die letzten Details erläuterten: Ab dem 21. März werde mit den Vorbereitungen sowie der Sperrung der Parkplätze begonnen, aber dem 28. März beginne dann die Baustelleneinrichtung und Sperrung des Teilstücks, ehe ab Anfang April aufgebaggert wird, um mit der Sanierung der Versorgungsleitungen im Boden zu beginnen.

    So ruhig und idyllisch wird es in den nächsten Monaten hier nicht aussehen, aber dafür soll neben der Sanierung der Ver- und Entsorgungsleitungen im Boden sowie des Fahrbahnbelags auch mehr Platz und mehr Aufenthaltsqualität entstehen.

    Im ersten Bauabschnitt wird dabei zunächst der Bereich zwischen der Spitalbrücke und dem Bereich auf der Rückseite des Rathauses saniert. Um die Belastung für Anwohner, Geschäftsleute und Kunden zu minimieren, werde man sich abwechselnd auf der linken und rechten Straßenseite vorarbeiten. Der Zugang werde aber immer gesichert sein. Mit den Anwohnern sei man ohnehin im Gespräch. Für sie würden zum Beispiel drei Müllsammelstellen bei der Tourist Information, in der Loy-Hering-Gasse sowie auf der Rückseite des Rathauses eingerichtet (siehe Grafik oben).

    Weniger Stellplätze und Sonderregelung für Radfahrer

    Bis Mitte September sollen die Sanierung der Ver- und Entsorgungsleitungen abgeschlossen sein und die Straßenbauarbeiten beginnen. Am Ende soll dabei eine hochwertige, barrierefrei mit niedrigen Bordsteinen versehene Straße mit mehr Platz für alle Verkehrsteilnehmer herauskommen, die in Gegenrichtung auch durch Radfahrer befahrbar sein wird – allerdings ohne baulich abgetrennten Radweg, für den ohnehin kein Platz wäre. Die Zahl der Stellplätze wird sich von derzeit 22 auf 14 reduzieren. Das soll sich positiv auf die Aufenthaltsqualität auswirken: Man sei noch in der Planung für die Gestaltung, so Beate Michel. Vorstellbar seien zum Beispiel Sitzgelegenheiten mit Bepflanzung, die in Partnerschaft mit Geschäften aufgestellt werden könnten.

    Verkehr über Pedettistraße umgelenkt

    Der Verkehr wird in der Bauzeit hauptsächlich über die Pedettistraße umgelenkt. Der Untere Teil der Pfahlstraße bis zur Einmündung der Herzoggasse bleibt befahrbar, wo man dann Richtung Marktplatz und von dort weiter in die Pedettistraße fahren kann. Die Fahrtrichtung wird in der Einbahnstraße dort umgekehrt, so dass man auch bereits auf Höhe des „Mr. Eis“ bereits über die Pedettistraße bis zur Luitpoldstraße fahren kann. Für auswärtige Fahrer werde der Weg in die Altstadt weiträumiger über die Spitalstadt umgeleitet, so Karl Ziegelmeier, der Leiter des Ordnungsamts der Stadt.

    Geänderte Verkehrsführung:

    Der Verkehr wird hauptsächlich über die Pedettistraße umgeleitet, in der die Fahrtrichtung geändert wird (siehe orangene Pfeile). Der untere Teil der Pfahlstraße von der Westenstraße her bleibt befahrbar und wird dann über die Fischergasse und das Adlergässchen an die Pedettistraße angebunden (blaue Pfeile). Beim Busverkehr ändert sich nichts. Grafik: Stadtwerke Eichstätt

    Der (Schul-)Busverkehr ist nicht betroffen. Möglichst bis Anfang Dezember soll dann der erste Bauabschnitt fertig sein – „ein durchaus sportlicher Zeitplan“, wie Harald Noe, Stellvertretender Leiter des Bauamtes, und Wolfgang Brandl sagen. Dann sei erst einmal „Winterpause“, ehe dann „so früh wie möglich“ 2023 der zweite Bauabschnitt von dem Bereich auf der Rückseite des Rathauses bis zum Pfahlbrünnle in Angriff genommen werde – insgesamt also beinahe zwei Jahre Bauzeit und zwei Millionen Euro veranschlagte Kosten. Bis dahin aber gibt es zwar noch allerhand Baulärm und andere Belastungen, aber auch die Baustellenschokolade – und am Ende eine hoffentlich schöner gestaltete Pfahlstraße.

    Detaillierte Informationen…

    …über das Projekt, die einzelnen Bauphasen und Ansprechpartner für Fragen gibt es sowohl auf der Internetseite der Stadt Eichstätt als auch der Stadtwerke Eichstätt.

    Zudem finden Sie hier einen Detailplan zu den einzelnen Bauphasen im Bauabschnitt 1 in diesem Jahr: Bauzeitenplan

    Hintergründe zur Pfahlstraßensanierung finden Sie hier:

    Pfahlstraße: Bereit für zwei Jahre Belastung

  • Tibet-Flagge am Rathausbalkon gehisst

    Tibet-Flagge am Rathausbalkon gehisst

    Eichstätt. – Der Westen zeigt gerade Flagge für die Ukraine – auch am Eichstätter Rathausbalkon hängt seit dem Ausbruch des Krieges die blau-gelbe ukrainische Flagge. In all der natpürlich berechtigten Anteilnahme sollte man aber auch andere Teile der Welt nicht ganz vergessen – nach diesem Motto wurde heute auch die tibetische Flagge am Rathausbalkon am Marktplatz gehisst. Denn auch nach Tibet gibt es Vebrindungen aus den Landkreis Eichstätt, an die heute, am Jahrestag eines blutigen Ereignisses erinnert werden sollte.

    Anlässlich des alljährlichen Gedenktages zum Tibet-Aufstand am Donnerstag haben die zweite Eichstätter Bürgermeisterin Elisabeth Gabler-Hofrichter (Foto, rechts) und der Schernfelder Tibet-Reisende Peter Schuster (links) am Balkon des Eichstätter Rathauses die Tibet-Flagge gehisst. Damit beteiligte sich die Kommune zum sechsten Mal an der Aktion „Flagge zeigen für Tibet!“ Diese Kampagne der Tibet-Initiative Deutschland will ein Zeichen der Solidarität mit der tibetischen Bevölkerung setzen. In den folgenden Tagen wird auch wieder das blau-gelb zu sehen sein: Am kommenden Sonntag findet um 14 Uhr erneut eine große Friedenskundgebung auf dem Residenzplatz in Eichstätt stattfinden.

  • Pilzbefall: Birke an der Altmühl muss gefällt werden

    Pilzbefall: Birke an der Altmühl muss gefällt werden

    Eichstätt. – Bald endet die Bürgerbeteiligung Altmühlaue (siehe Bericht unten) – die erste Umgestaltungsmaßnahme auf dem Areal am Herzogsteg in Eichstätt aber ist eher unfreiwillig: Weil sie von einem Pilz befallen ist und deshalb ein Risiko für Menschen, Tiere und Pflanzen im Umfeld besteht, muss eine der Birken im Altmühlauen-Areal leider gefällt werden. Denn die ist nicht nur ein Sicherheitsrisiko, sondern auch eine Ansteckungsgefahr für einen besonderen „Nachbarn“: die „liegende Kiefer“.

    Idyllisch, aber krank: Die Birke, die direkt am Fuß- und Radweg an der Altmühl steht, ist von einem Pilz befallen und muss gefällt werden, weil sie ein Sicherheitsrisiko darstellt – unter anderem auch, damit sie die liegende Kiefer nebenan (Bildhintergrund) nicht ansteckt. Foto: Stadt Eichstätt

    Im Rahmen von Routine-Kontrollen stellte ein zertifizierter Baumkontrolleur des städtischen Bauhofes Anfang März fest, dass der Baum von einem Pilz befallen ist. Das kann unter anderem dazu führen, dass geschwächte Äste abbrechen und herunterfallen können. Da sich die Birke unter anderem direkt am Fuß- und Radweg am Altmühlufer befindet, stellt das ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Außerdem steht die befallene Birke direkt neben der sogenannten liegenden Kiefer, die bereits jetzt ein beliebter Treffpunkt – zum Beispiel für Familien – ist und auch künftig Teil des neu gestalteten Altmühlauen-Areals sein soll. Deshalb möchte die Stadtverwaltung unbedingt verhindern, dass auch die liegende Kiefer von diesem Pilz befallen wird.

    Deshalb wird der städtische Bauhof voraussichtlich am Freitag, 11. März 2022, die befallene Birke fällen müssen. Die liegende Kiefer ist von der Maßnahme ausdrücklich nicht betroffen.

    Im Zuge der Kontrollen hat sich leider ebenfalls herausgestellt, dass im Stadtgebiet elf weitere Bäume aus unterschiedlichen Gründen eine Gefahr darstellen. Diese stehen an den Straßenzügen Lüftenweg, Am Kugelberg, Auf der Alm und Mondscheinweg. Es handelt sich unter anderem um Eschen, Kirschbäume oder Ahorn. Teilweise sind die Bäume abgestorben, teils ragen sie mittlerweile gefährlich schräg an die bestehenden Wohnhäuser heran. Die Bäume werden nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde entfernt. Dafür müssen in einigen Fällen wegen schwieriger Rahmenbedingungen auch Fachfirmen beauftragt werden.

    Viele Ideen: Infostand zum Abschluss der Bürgerbeteiligung Altmühlaue

  • Viele Ideen: Infostand zum Abschluss der Bürgerbeteiligung Altmühlaue

    Viele Ideen: Infostand zum Abschluss der Bürgerbeteiligung Altmühlaue

    Eichstätt. – Als Abschluss der Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Altmühlaue lädt die Stadt Eichstätt am Samstag, 12. März 2022, von 8 bis 12 Uhr noch einmal zu einem Info-Stand in der Altmühlaue ein. Dafür stehen Oberbürgermeister Josef Grienberger und weitere Beteiligte der Stadtverwaltung für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Außerdem wird zum letzten Mal die Möglichkeit bestehen, den Fragebogen vor Ort auszufüllen und in die Ideenbox einzuwerfen. Seite dem Startschuss im januar waren bereits Dutzende von verschiedenen Vorschlägen eingegangen – darunter auch viele bunte Entwürfe der ganz jungen, kreativen Mitbürger – zum Beispiel von Schülern der Grundschule St. Walburg.

  • Tibet-Flagge wird am Eichstätter Rathaus-Balkon gehisst

    Tibet-Flagge wird am Eichstätter Rathaus-Balkon gehisst

    Eichstätt. – Während sich gerade vieles in der öffentlichen Wahrnehmung auf den Krieg in der Ukraine konzentriert, gibt es auf der Welt auch andere Regionen, die von Militär kontrolloiert werden und deren Freiheit extrem eingeschränkt sind – zum Beispiel Tibet. Genau darauf soll eine Aktion am Donnerstag, 10. März hinweisen: Anlässlich des Gedenktages zum Tibetaufstand werden dann um 9.30 Uhr am Eichstätter Rathausbalkon Oberbürgermeister Josef Grienberger, Peter Schuster („nurkurznachkathmandu“) und Vertreter des „Arbeitskreises Shalom“, der jährlich den Shalompreis als Friedenspreis verleiht, die Tibet-Flagge (Bild rechts, Foto: oh) hissen. Damit beteiligt sich die Kommune bereits zum sechsten Mal an der Aktion „Flagge zeigen für Tibet!“.

  • Flussufer mit Glitzer: Endspurt für Bürgerbeteiligung Eichstätter Altmühlaue

    Flussufer mit Glitzer: Endspurt für Bürgerbeteiligung Eichstätter Altmühlaue

    Eichstätt. – Ein Klettergerüst aus Kordeln, der „liegende Baum“ aus Papier oder das Flussufer mit Glitzer bestreut: Ihre perfekte Altmühlaue im Kleinformat haben Schüler der Klassen 2a, 3a und 3b der Grundschule St. Walburg in den vergangenen Wochen aufwändig gemalt und gebastelt. Nun haben sie gemeinsam mit ihrer Lehrerin Sr. Scholastika Herrmann ihre gesammelten Kunstwerke im Rahmen des Kreativwettbewerbes zur Altmühlaue an den Eichstätter Oberbürgermeister Josef Grienberger und Stadtbaumeister Jens Schütte übergeben. Beide waren begeistert von der Vorstellungskraft und der Detailverliebtheit der Kinder, denen natürlich vor allem die Gestaltung eines Spielbereiches vor Ort am Herzen liegt.

    Der Kreativwettbewerb zur Altmühlaue läuft im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses noch bis 12. März 2022 und richtet sich an Kinder bis zum 12. Geburtstag. Zu gewinnen gibt es Gutscheine für die Eichstätter Spielwarengeschäfte. Alle wichtigen Informationen und das Teilnahmeformular ist auf der Homepage der Stadt Eichstätt unter www.eichstaett.de/altmuehlaue/wettbewerb/ zu finden.

     

  • Jubiläum im Blick: Digitaler Austausch zwischen Eichstätt und Chrastava

    Jubiläum im Blick: Digitaler Austausch zwischen Eichstätt und Chrastava

    Eichstätt/Chrastava. – Europa rückt zusammen und präsentiert sich nach dem Überfall auf die Ukraine so geeint wie selten zuvor. Das gilt natürlich auch und besonders für Partnerstädte und vor allem dann, wenn auch noch ein Jubiläum der Städtepartnerschaft ansteht – so wie bei Eichstätt und Chrastava. Der Eichstätter Oberbürgermeister Josef Grienberger und Michael Canov, sein Amtskollege aus Chrastava in Tschechien haben sich nun darüber ausgetauscht.

    Nach Grienbergers „digitalen Antrittsbesuch“ hier im Juni 2020 bei Bürgermeister Michael Canov im tschechischen Chrastava, ging es bei der erneuten Videokonferenz nun um das im September anstehende Jubiläum der Städtepartnerschaft. Foto: oh

    Wie soll das Jubiläum der Städtepartnerschaft gefeiert werden, und wie können gemeinsame Formate wie Schüleraustausch oder Fußballturnier wieder stattfinden? Über diese und weitere Fragen hat sich Oberbürgermeister Josef Grienberger vor Kurzem im Rahmen einer Videokonferenz mit der Eichstätter Partnerstadt Chrastava in Tschechien ausgetauscht.

    Beide Städte machten deutlich, dass sie sich sehr freuen, diesen September das 20-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zu feiern. Geplant ist, dass die feierliche Begehung dieses Jahrestages im Rahmen gegenseitiger Besuche in den Partnerstädten stattfinden soll. Darüber hinaus hoffen beide Städte, den Schüleraustausch und das gemeinsame Fußballturnier dieses Jahr wieder durchführen zu können.

    Im April soll ein weiteres Treffen zur Planung des Jubiläums stattfinden, auf Basis dessen dann auch die Gremien und die Öffentlichkeit eingebunden und informiert werden. Grienberger sprach auch die aktuellen Auseinandersetzungen in der Ukraine an und erkundigte sich nach der Situation in Chrastava. Die Partnerstadt berichtete von großer Solidarität und von Vorbereitungen, um geflüchtete Ukrainer aufzunehmen zu können. Außerdem bekräftigten sie die Hoffnung auf eine baldige Klärung des Konflikts.

  • „Beeindruckend und überwältigend“: Eichstätter Mahnwache für Frieden in der Ukraine

    „Beeindruckend und überwältigend“: Eichstätter Mahnwache für Frieden in der Ukraine

    Eichstätt. – Die Anteilnahme ist nicht nur groß – weit größer als erwartet und als Wladimir Putin sich das wohl vorgestellt hatte – sie ist auch spürbar: Der Krieg in der Ukraine berührt Menschen auf der ganzen Welt und bringt sie zusammen – so wie gestern Abend in Eichstätt. Weit mehr als die ursprünglich rund 200 erwarteten Besucher kamen auf den Eichstätter Marktplatz zu einer Friedenskundgebung und Mahnwache – „beeindruckend und überwältigend“ so beschreibt es Andreas Spreng von der Stadt Eichstätt.

    Bewegte Solidarität: Weit mehr als die rund 200 erwarteten Menschen versammelten sich gestern Abend zu einer Mahnwache und Friedenskundgebung vor dem Eichstätter Rathaus. Foto: Spreng

    In der großen Menge, die sich um 18 Uhr vor dem bunt in den blau-gelben Farben und dem Wappen der Ukraine erleuchteten Rathaus am Marktplatz in Eichstätt versammelt hatten, seien auch zahlreiche Menschen aus dem ganzen Landkreis gewesen – dazu alles sehr friedlich und unter Einhaltung der Abstandspflicht und mit Masken. Sichtlich bewegt verfolgten viele vor allem die Worte einer ukrainischen Mitbürgerin, die ihrer Sorge und Trauer angesichts der schrecklichen Ereignisse in ihrer Heimat Ausdruck verlieh.

    Aber auch der Eichstätter Oberbürgermeister Josef Grienberger, Bischof Gregor Maria Hanke und der evangelische Pfarrer Christoph Hilmes zeigten ganz offiziell ihre Ablehnung und Abscheu gegen den russischen Überfall auf das angebliche „Brudervolk“ und den Angriffskrieg, der auf Putins Anordnung nur in Russland und Weißrussland nicht so heißen darf, aber genau das ist. Im Vordergrund stand aber natürlich die ein Friedensgebet und die Anteilnahme mit den Opfern und der Wunsch nach Frieden, die auch Oleksandr Petrynko in den Mittelpunkt seiner Ansprache stellte.

    Er ist selbst Ukrainer und Leiter des Collegium Orientale in Eichstätt, in dem zahlreiche orthodoxe Priesteranwärter aus der Ukraine tätig sind. In einer bewegten und bewegenden Absprache richtete er sich an die Menge auf dem Marktplatz, die nicht nur ihm, sondern auch dem Chor des Collegium Orientale lauschte, der ukrainische Lieder sang und zum Schluss auch die ukrainische Nationalhymne anstimmte – es gibt sie eben doch: die ukrainische Identität und Nation, der Putin schon seit Jahren ganz offen das Existenzrecht abspricht und die er aus wiedererwachten postsowjetischen Großmachtsambitionen heraus überfallen hat.

    Ukraine: KU-Studierende und Collegium Orientale rufen zu Spenden auf

    Erst wenige Tage her, aber immer noch aktuell sind Oleksandr Petrynkos Aussagen noch vor Beginn des Krieges:

    Ostwind und ein „starkes Gewitter“: Friedensgebet für die Ukraine am Freitag

  • Nahwärmenetz im Video: KU-Studentinnen stellen Film zu dem Projekt vor

    Nahwärmenetz im Video: KU-Studentinnen stellen Film zu dem Projekt vor

    Eichstätt. – Erneuerbare Energie für historische Gebäude: Das ist das Ziel des geplanten Nahwärmenetzes für die Eichstätter Innenstadt, das insbesondere dort wirken soll, wo eben nicht so einfach energieeffizient umgebaut werden kann (Ei-live berichtete): bei den vielen historischen und denkmalgeschützten Gebäuden in der Eichstätter Innenstadt. Genau das mache auch den besonderen Reiz des Projektes Nahwärme für die Innenstadt aus, das rund 40 Liegenschaften in der Eichstätter Innenstadt mit Nahwärme versorgen und nach ersten Berechnungen dabei 1.530 Tonnen CO2 einsparen soll, so Oberbürgermeister Josef Grienberger im Interview mit den beiden Studentinnen Madita Schmalenstroer und Franziska Gömmel. Sie haben einen Film über das Projekt gemacht und zeigen, wie das Ganze funktionieren soll.

    Mit grüner Energie sollen nicht nur die historischen Gebäude rund um den Residenzplatz versorgt werden, sondern insgesamt 41 Liegenschaften in der Eichstätter Altstadt, wie Markus Brautsch vom IfE erklärt. Mit seinem Team überprüft er derzeit, wie das am effizientesten und klimafreundlichsten möglich ist. Fotos: Zengerle

    Viele Städte in Deutschland haben das Ziel, in den nächsten Jahren klimaneutral zu werden: Stuttgart plant das zum Beispiel bis 2050. In München wurde in diesem Jahr sogar über CO2-Neutralität bis 2035 gerungen. Rund 100 Kilometer nördlich wird in Eichstätt bereits seit 2006 daran gearbeitet, öffentliche Gebäude der Stadt mit Nahwärme zu versorgen – das zeigen die bereits bestehenden Blockheizkraftwerke und die daran angeschlossenen Nahwärmenetze in der Stadt, die bereits mehrere öffentliche Einrichtung wie die Bereitschaftspolizei, das Krankenhaus oder die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) mit Nahwärme mitversorgen.

    Das soll nun erheblich ausgebaut werden, wie auch die beiden KU-Studentinnen Franziska Gömmel und Madita Schmalenstroer in ihrem Film zeigen. Denn auch hier gibt es viel zu tun: Schließlich will auch der Freistaat Bayern bis 2040 klimaneutral sein.

    Hier der Film der beiden KU-Studierenden:

    Mehr zum Thema finden Sie in unserem Beitrag zur Projektvorstellung:

    Neue Energie für historische Altstadt